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PRESSEINFORMATION vom 22.08.2012 |  Pdf-Datei

James Simon-Preis 2012 geht an das Ehepaar Carmen und Reinhold Würth aus Künzelsau

Die James Simon-Stiftung verleiht alle zwei Jahre den "James Simon-Preis" für vorbildliches, soziales und kulturelles Engagement in Deutschland. Die Auszeichnung, die in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben wird, geht an das Ehepaar Carmen und Reinhold Würth.

Das Ehepaar Würth hat über Jahrzehnte hinweg in beispielhafter und ein-zigartiger Weise gezeigt, dass es Verantwortung für die Gesellschaft zu tragen bereit ist. Carmen Würth konzentriert ihr soziales Engagement auf die Unterstützung von Menschen mit geistiger Behinderung und hat hier insbesondere durch die Errichtung des Hotel-Restaurants Anne-Sophie in Künzelsau segensreich gewirkt – einem Haus, das Mitarbeiter mit Handicap in die Arbeitsabläufe eines Gastronomiebetriebs einlernt. In seiner beruflichen Laufbahn hat sich Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth vielfältig sozial und kulturell engagiert. Der passionierte Sammler moderner und zeitgenössischer Kunst hat die Sammlung Würth aufgebaut, die derzeit rund 15.000 Kunstwerke umfasst und in vier Museen in Deutschland sowie in zehn Kunstdependancen an den Unternehmenssitzen der internationalen Würth Gesellschaften gezeigt wird.

Das Ehepaar Würth hat im Jahr 1987 die Stiftung Würth gegründet, deren Zweck es ist, "Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur sowie Bildung und Erziehung" zu fördern.
Zu diesen Aktivitäten gehören:
• Trägerschaft der Freien Schulen Anne-Sophie in Künzelsau und Berlin
• Vergabe von Preisen (z. B. Robert-Jacobsen-Preis)
• Kompetenzzentrum für ökonomische Bildung an allgemein bildenden Schulen in Baden-Württemberg
• Finanzierung der Stiftungsprofessur für Cerebralparese an der TU München

Isabel Pfeiffer-Poensgen, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder begrüßt die Verleihung an das Ehepaar: "Ich freue mich über die Verleihung dieses Preises an das Ehepaar Würth. Immer wenn ich vor dessen Tür stand, hat es uns geholfen."

Die feierliche Preisverleihung findet statt am
• Mittwoch 12. September um 11.30 Uhr im Bode-Museum

Laudatoren für das Ehepaar werden sein: Ministerpräsident a.D. Erwin Teufel und der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Prof. Dr. mult. Hermann Parzinger.

Am selben Tag wird auf eine andere Weise an James Simon erinnert: Das Stadtbad Mitte trägt nunmehr den Namen "Stadtbad Mitte -James Simon-". Das neue Namensschild wird mit einer kleinen Zeremonie an diesem Gebäude am 12. September um 9.30 Uhr dort angebracht in Erinnerung an James Simon, der den "Berliner Verein für Volksbäder" wesentlich unterstützt hat und dort, wo heute das Stadtbad steht, ein kleines Brausebad stiftete.

Die James Simon-Stiftung verfolgt seit ihrer Gründung den Zweck, an den größten Mäzen, den Berlin, ja wohl Deutschland je gehabt hat, James Simon (1851 – 1932) zu erinnern. Diese Persönlichkeit hat in gleicher Weise sein erhebliches Vermögen sozialen und kulturellen Einrichtungen zugewandt. Die ersten Volksbäder, zahlreiche soziale Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und Alterskranke verdanken ihre Existenz James Simon. Von gleicher Bedeutung ist dessen Engagement auf dem kulturellen Gebiet. Die Nofretete, das Ischtar-Tor, Gemälde der italienischen Renaissance sind nur Teilaspekte seiner großherzigen mäzenatischen Tätigkeit. Sein Name und sein Wirken in Berlin waren nach Ende der Naziherrschaft so gut wie vergessen. Der James Simon-Park neben dem Bode-Museum erinnert aber heute an sein Wirken, die Eingangshalle zu den Museen auf der Museumsinsel wird seinen Namen tragen und mit dem James Simon-Preis weist die James Simon-Stiftung auf die erfreuliche Erkenntnis hin, dass es auch heute in Deutschland Menschen gibt, die wissen, dass Eigentum und Vermögen verpflichten und deshalb auf sozialem und kulturellem Gebiet mäzenatisch tätig sind.

Peter Raue

Pressekontakt:
Bureau N, Ulrike Bernhard, Tel. 030.24049891, ulrike.bernhard@bureau-n.de